Ein nachhaltiger Markenauftritt ist für viele Brauereien und Winzereien ein wichtiger Aspekt, sowohl den eigenen Qualitätsanspruch als auch die Unternehmensidentität zu visualisieren. Neben einer reinen Wortmarke existiert in der Regel eine einprägsame Bildmarke, die alleine schon als Erkennungsmerkmal dienen kann.

Auf Flaschenetiketten und Dosen wird die Möglichkeit der Markenkommunikation seit jeher genutzt, da mittels verschiedener Druckverfahren eine Vielzahl an Möglichkeiten existiert. Bei Edelstahlkegs – und das ist dürfte nicht allen bewusst sein – besteht ebenfalls eine große Bandbreite zur konsequenten Umsetzung das Corporate Brandings.

Die in diesem Beitrag erläuterten Markierungsoptionen können direkt auf dem Edelstahlkeg aufgebracht werden.

Kopfringprägung

Die Kopfringprägung ist bei Vollstahlkegs die am häufigsten verwendete Variante um auf den eigenen Markennamen hinzuweisen. Bei dieser Methode werden aus Coils geschnittene Streifen in einer Presse mit dem gewünschten Schriftzug und evtl. vorhandene graphische Elemente erhaben geprägt.

Siebdruck

Neben der Kopfringprägung gehört besonders in den USA, aber auch zunehmend in anderen Regionen, der Siebdruck zu den bevorzugten Methoden, um auf die eigene Marke aufmerksam zu machen. Der Grund ist einfach: neben der hauseigenen Schrift können hier auch komplexere Grafiken farblich und filigran auf den Kegkörper gedruckt werden. Originalgetreue Abbildungen von Wort- und Bildmarke sind daher ideal möglich. Je nach Kundenwunsch, und der auf dem Kegkörper zur Verfügung stehenden Fläche, sind auch mehrfarbige Lösungen möglich.

Der Siebdruck bietet somit die beste und hochwertigste Methode, das Corporate Branding auf Edelstahlkegs konsequent umzusetzen.

Farbring

Eine weitere Form der farblichen Kennzeichnung ist der Farbring. Diese ist immer dann gefragt, wenn der Kegpark einheitlich gekennzeichnet werden soll und komplexe Grafiken nicht notwendig sind. Dies bietet gerade in gemischten Kegparks die Möglichkeit, eigene Kegs sofort zu identifizieren. Aber auch Edelstahlkegs, die nur für eine spezielle Abfüllung verwendet werden sollen, können mit dieser Methode eine individuelle farbliche Kennzeichnung erhalten.

Die Markierungen sind mit der kundenindividuellen Farbe möglich und können auf d dem Kegkörper gemäß Kundenwunsch und -anforderung aufgedruckt werden.

Elektrochemische Signierung

Eine einfarbige Lösung zur Aufbringung von Logos oder Markennamen ist das elektrochemische Signierverfahren. Der elektrochemische Vorgang beruht auf dem Zusammenwirken von Strom, Spannung, Zeit, Elektrolyt und Edelstahl. Zur Vermeidung von späterer Korrosion wird im Nachgang ein spezieller Neutralyt verwendet.

Neben diesen technischen Vorraussetzungen, benötigt man für den Signiervorgang noch eine Schablone, die gemäß Kundenanforderung hergestellt und während des Signiervorgangs auf den Kegkörper aufgelegt wird. Als Ergebnis erhält man eine robuste Markierung auf dem Kegkörper.

Aufkleber

Eine weitere Form der Individualisierung ist die Verwendung von markenspezifischen Aufklebern. Dies können farbliche Banderolen oder Aufkleber mit komplexen Grafiken sein. Zur Bestimmung der Länge und Höhe der Aufkleber muss sowohl der Kegumfang, als auch die auf dem Kegkörper zur Verfügung stehende Fläche berücksichtigt werden. Dies kann durch eine Rücksprache mit dem Vertrieb in Erfahrung gebracht werden. Als individuelle Kundenbeistellung werden die Aufkleber direkt während der Keg-Herstellung gemäß Vorgabe aufgeklebt.

Laserbeschriftung

Die Laserbeschriftung eignet sich primär für kundenspezifische Keg-Nummerierungen und dazu passende maschinenlesbare QR-Codes, um Kegs besser verwalten und kontrollieren zu können. Auch die Synchronisierung mit RFID-Transponder-Daten ist möglich.

Autor: Jörg Roeder