Autor: Jörg Roeder

In unserem Blogbeitrag „Vielfältige Markierungsoptionen auf Vollstahlkegs“ haben wir beschrieben, welch vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten BLEFA zur einzigartigen Gestaltung von Edelstahlkegs bietet. Schließlich ist ein Edelstahlkeg für den Eigentümer in der Außenwirkung ein Markenbotschafter.

Neben diesen Optionen gibt es noch eine Reihe von weiteren Kegmarkierungen, die allerdings nicht so auffällig sind, aber dennoch eine hohe Bedeutung aufweisen und zum Teil auch gesetzlich vorgeschrieben sind.

Herstellerpaket

Das Herstellerpaket gehört zu den absolut verpflichtenden Bestandteilen eines Edelstahlkegs und befindet sich bei fast allen Kegs auf dem Kopfring. Auf diesem wird sowohl der Hersteller als auch das Herstellerland ausgewiesen. Letzteres ist in einigen Ländern ein gesetzlicher Bestandteil wie z. B. in den USA, denn hier müssen alle eingeführten Produkte einen Hinweis führen, in welchem Land das eingeführte Produkt hergestellt worden ist. Zudem enthält das Herstellerpaket eine Kennzeichnung für das maximal abfüllbare Volumen, das verwendete Material, das Herstelljahr und den maximalen Arbeitsdruck.

Glas-Gabel-Symbol

Als weiteres Merkmal befindet sich neben dem Herstellerpaket das sogenannte „Glas-Gabel-Symbol“ welches für alle Verpackungen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, eine gesetzlich verpflichtende Markierung ist.

Eichkennzeichnung

Das Eichkennzeichnen gibt an, dass das im Herstellerpaket angegebene Nennvolumen inkl. einer möglichen Toleranz eingehalten wird und muss sich in der Nähe der Volumenangabe befinden. In bestimmten Ländern ist eine Eichung des Gebindes vorgeschrieben und z. B. in Deutschland eine hoheitliche Aufgabe die von den Landeseichämtern und staatlich anerkannten Prüfstellen unter fachlicher Aufsicht durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt durchgeführt werden.

Zulassung
Es gibt vielfältige internationale Normen und Kundenspezifikationen, die definieren wie ein Keg gebaut werden muss, welche Sicherheitsvorschriften zu beachten sind und wie Kegs getestet werden müssen. Dies dient als Absicherung, dass Druckgebinde – zu denen ein Edelstahlkeg gehört – Ihren täglichen Dienst ohne Gefahr für die Mitarbeiter in der Abfüllanlage, innerhalb der Logistikette und den Endkonsumenten verrichten.


In der Regel können Kegs dann ohne weitere Vorschriften in Umlauf gebracht werden. Es gibt aber auch einige Länder, die eine Zulassung zur Inverkehrbringung von Getränkeverpackung erfordern. Zu diesen gehört zum Beispiel Tschechien und diese Vorschrift basiert auf dem dortigen Eichrecht. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Kennzeichnung für Gebinde von 15L bis 30L. Diese Gebinde dürfen gemäß dieser Länderzulassung nur eine geringe Volumentoleranz aufweisen. Diese Zulassung (siehe Bild) muss auf dem Keg separat positioniert werden Die Vorschrift besagt zudem, dass das Herstellerpaket in der Landessprache sein muss.

DataMatrix-Code ECC 200

BLEFA verwendet im Rahmen der Qualitätssicherung und als Seriennummer einen DataMatrix-Code ECC 200. Dieser wird standardmäßig sowohl als Aufkleber und gelasert am Keg aufgebracht und hat die Abmessungen 25 x 25 mm. Dies betrifft die Neufertigung von Kegs und solche, die den BLEFA Keg-Service-Bereich durchlaufen.

Der DataMatrix-Code ECC 200 wird an allen Prüfstationen innerhalb des Fertigungsprozesses eingelesen und abgespeichert. Dies erleichtert uns eine eindeutige Nachverfolgbarkeit und Qualitätssicherung eines jeden Produktionsschrittes. Mit entsprechender Hard- und Software ermöglicht der DataMatrix-Code ECC 200 die Speicherung eigener Daten.