Autor: Justin Willenbrink

Da die wachsende Sorge um die Umweltauswirkungen durch den Klimawandel und der allgegenwärtig hohen Zahl an Einwegartikeln stetig zunimmt, ist dies 2018 zu einem definierten Schlagwort geworden. So sehr, dass das Collins Dictionary „Single Use“ als Wort des Jahres 2018 identifiziert hat.

Laut Collins hat „Single Use“ seit 2013 eine Vervierfachung der Nutzung gezeigt, dank größerer Medien und Prominenter, die Dokumentationen wie „BBC’s Blue Planet II“ und „Before the Flood“ über „Single Use“-Produkte produzieren.

Die Umweltauswirkungen durch „Single Use“ haben dazu geführt, dass der US-Bundesstaat Kalifornien Kunststoffhalme in Restaurants nun gesetzlich verbietet, es sei denn, die Kunden verlangen dies ausdrücklich. Obwohl diese Regelung keine Fast-Food-Einrichtungen betrifft, die wohl der größte Verbraucher von Plastikhalmen sind, ist es ein Schritt in die richtige Richtung.

Wieso ist das für BLEFA und die Getränkeindustrie relevant? One-Way- oder Einwegfässer werden für Brauereien, Weingüter, Cider-Hersteller usw. verwendet, um Getränke über weite Strecken zu transportieren. Entweder entscheiden sie sich für Kunststofffässer, weil sie nicht wollen, dass diese entweder zurückkommen, sich die finanzielle Belastung durch die Rücknahmelogistik nicht lohnt oder das Potenzial, dass die Fässer verloren gehen, sehr hoch ist.

Es besteht immer ein Risiko, wenn ein Keg verschickt wird, ohne zu wissen, ob es zurückkommt, wodurch auch ein Dilemma in Bezug auf Qualität vs. Preis entsteht. Die meisten möchten Edelstahl für ihre Zwecke verwenden, um ihr Qualitätsgetränk von der Produktion bis zum Verbrauch sicher aufzubewahren und die Verpackung immer wieder neu zu verwenden. Hier muss also eine Entscheidung getroffen werden.

BLEFA hat eine unabhängige Studie über die Ökobilanz von Getränkefässern durchgeführt und Chromstahl mit Kunststoff verglichen. Ziel der Studie war, die Umweltauswirkungen eines Chromstahl-Getränkefasses 1/6 bbl. im Vergleich zu zwei verschiedenen Einweg-Kunststoffbehältern zu modellieren. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass je mehr ein Edelstahlfass verwendet wird, desto geringer sind die Auswirkungen auf die Umwelt. Mit einer Wiederverwendungsrate von 20-mal oder mehr verursacht das Stahlfass im Vergleich zu den Kunststoffbehältern geringere Auswirkungen auf den Klimawandel (GWP), den Energieverbrauch (CED) sowie den Wasserverbrauch.

Um einen Marktführer im Bereich der Weinzapfanlagen zu zitieren, stehen Free Flow Wines hinter der Verwendung von Edelstahlfässern für all ihre Kunden: „Grün zu sein ist der Kern unseres Unternehmens. Der Schlüssel zu unseren Nachhaltigkeitszahlen sind unsere Edelstahlfässer. Mit einer lächerlichen Recyclingquote von 31,6% bei Kunststoffflaschen landen die meisten Kunststofffässer auf einer Deponie. Unsere Stahlfässer sind die nachhaltigste und umweltfreundlichste Art, Wein im Fass zu servieren.“

Wenn man die Umweltauswirkungen im Vergleich zum Preisargument noch einmal betrachtet, ist für denselben Preis eine höhere Anzahl an Einwegfässern zu demselben Preis eines Edelstahl-Kegs erwerbbar. Doch was sind die Umweltauswirkungen dieser zusätzlichen Einwegfässer? Die Möglichkeit, ein Fass 20-30 Jahre lang wiederzuverwenden, ist sinnvoll, unabhängig von den Absichten.

Sie können entweder ökologisch verantwortungsbewusst handeln oder nicht, die Wahl liegt bei Ihnen!