Autorin: Malin Norman

Jetlag in Tokio, die Craft Bier-Bars öffnen erst in ein paar Stunden. Erkunden wir also den Kaffee in Tokio. Wir befinden uns nämlich in der asiatischen Hauptstadt des Kaffees, wie unschwer an zahllosen schicken Cafés, hippen Röstereien und berühmten Baristas erkennbar. Stürzen wir uns also in die so genannte dritte Kaffeewelle.

Egal ob Latte, Espresso, Americano, Filterkaffee, AeroPress, Vakuum: In Tokio gibt es unzählige kleine Cafés. Man findet sie in ruhigen Seitengassen, auf Parkplätzen, in Bekleidungsgeschäften oder auch als traditionelle japanische Häuser getarnt. Genau wie mit dem Craft Bier kann man sich auch hier auf die Jagd nach dem besten Getränk machen und gleichzeitig die Stadt entdecken.

Die so genannte „Coffee Town“ ist der perfekte Ausgangspunkt. Ikejiri-Ohashi ist ein hübsches Wohnviertel am Fluss Meguro, hier kann man im Frühling die Kirschblüte bewundern. Und diese malerische Ecke wartet mit besonders vielen trendigen Coffee Shops und sachkundigen Baristas auf. Direkt am Ufer gibt es das Sidewalk Stand, ein freundliches Nachbarschafts-Café, wo man davon träumen kann, selber hier zu leben. Neben fantastischem Kaffee gibt es hier köstliche Sandwiches und putzige Hunde. Nur ein paar Schritte weiter wartet die The Workers Coffee & Bar, die ein Restaurant, Veranstaltungsräume und Büros vereint. Auch hier kann man hervorragend die Welt an sich vorüber ziehen lassen. Und unweit befindet sich die Streamer Coffee Company, deren Besitzer die „Free Pour Latte Art Championship“ gewonnen hat. Warum also nicht gleich einen Latte probieren?

In Coffee Town bedient auch das kleinste Steh-Café der Welt, Bubbles Chill Coffee, seine Kunden mit traditionellem Filterkaffee zum Mitnehmen am frühen Morgen. Das köstliche Getränk und der freundliche Besitzer machen das Aufwachen in dieser lebhaften Metropole deutlich einfacher. Good People & Good Coffee in einer alten Garage ist ein weiterer Lieblingsort, dieser Hipster-Treffpunkt ist in einer Seitengasse verborgen. Außerdem trifft sich hier die Künstlerszene. Auch Paradise Tokyo, eine hippe Boutique mit Schallplatten und Kleidungsstücken japanischer Kultlabels, wartet mit einem Café auf, das einen Besuch wert ist.

Ganz in der Nähe, direkt neben dem Bahnhof Nakameguro befindet sich Onibus Coffee Roasters mit Blick auf einen kleinen Park. Hier treffen sich einheimische und auswärtige Kaffee-Junkies. In dem traditionellen japanischen Haus befinden sich heute eine Rösterei und ein Café sowie ein Gemeinschaftsbereich in der zweiten Etage. Der zweite Standort von Onibus ist About Life Coffee Brewers, dieser stylische Kiosk im Herzen Shibuyas ist das wohl am häufigsten auf Instagram vertretene Café Tokios.

Aber es ist bei weitem nicht das einzige. Es gibt beispielsweise noch Fuglen Tokyo in der Nähe des Yoyogi-Park. Dieser Hotspot im norwegischen Stil ist eine Mischung aus Retro-Café, Cocktail Bar und Boutique für Vintage-Design. Oder auch Bear Pond Espresso in Shimokitazawa: Chef ist hier der berühmte Barista Katsu Tanaka der seinen Espresso Engelsflecken nennt. Natürlich weil sie ein Geschenk Gottes sind. Aber Saturdays NYC, ein Bekleidungsladen in Daikanyama, ist noch besser. Hier pulsiert inmitten von Inspirationen aus den Surferläden der 50er und 60er Jahre die Energie des modernen Tokios, dazu gibt es eine Espresso-Bar und eine Terrasse aus Holz Feiner Kaffee, angenehme Atmosphäre, ein ruhiges Plätzchen mit Aussicht. Was braucht man mehr?