Autorin: Malin Norman

Unter dem Motto „Craft Bier für das Volk“ ist die Kultmarke BrewDog ein Eckpfeiler in der modernen Craft Bier-Szene. Seit 2007 ist die Brauerei stetig gewachsen und betreibt mittlerweile auch Brauereien in Deutschland, Australien und den USA sowie viele Bierbars auf der ganzen Welt.

Neben Brauereien und Bierbars verfügt BrewDog auch über eine Distillerie, ein Hotel und einen Streaming Service. Ach ja, 2018 startete BrewDog außerdem die erste Craft Bier-Fluggesellschaft weltweit und brachte die Aktionäre an den Brauereistandort in den USA. Auf der Website erläutern die Gründer James Watt und Martin Dickie ihre ursprüngliche Idee: „Unsere größte Mission bei der Gründung von BrewDog war es, andere Menschen für großartiges Craft Beer so leidenschaftlich zu begeistern, wie wir es sind. Und das ist auch heute noch unsere größte Mission.“

Jeder scheint eine Meinung über BrewDog zu haben. Es überrascht vielleicht nicht, dass die Brauerei von Anfang an etwas umstritten war und sowohl Lob als auch Kritik geerntet hat. Die Gründer entschieden sich schon früh für provokantes Marketing, zum Beispiel fuhren sie in einem Panzer die Camden High Street hinunter, um ihre neue Bar in London anzukündigen, und projizierten sich nackt auf die Fassade des Parlamentsgebäudes. Die „Bier für Mädchen“-Kampagne für die Punk-IPA, die in eine rosa Flasche umgepackt wurde, um auf die geschlechtsspezifische Lohnungleichheit hinzuweisen, wurde trotz ihrer guten Absichten heftig kritisiert.

Masters und preisgekröntes Bier

Unabhängig von Marketing-Stunts und Kontroversen weiß BrewDog tatsächlich eine ganze Menge über Bier. Martin ist ausgebildeter Braumeister und vor einigen Jahren wurde James der erste Master Cicerone Europas, ein Titel, den nur wenige Menschen auf der Welt erreichen. Und ihre Biere haben eine Reihe von Auszeichnungen gewonnen: Hardcore IPA hat Gold beim World Beer Cup gewonnen und Punk IPA, Cocoa Psycho, 5Am Saint und Libertine Black Ale wurden alle bei den World Beer Awards ausgezeichnet, um nur einige wenige zu nennen. Die beiden sind jedoch keine Brauer, die versuchen, ihre Geheimnisse für sich zu behalten. BrewDog verschenkte bereits 2016 detaillierte Rezepte zu jedem Bier, das die Brauerei bis dahin hergestellt hatte.

BrewDog könnte mehr Mainstream sein, als es sich abzeichnet, und sich immer noch als „Punk“ vermarkten, obwohl es mittlerweile ein erfolgreiches globales Geschäft ist, aber es gibt nach wie vor einige aufregende Entwicklungen. BrewDog setzt sich vor allem für alkoholfreies Bier ein und eröffnete im Januar diesen Jahres die erste alkoholfreie Bierbar der Welt in London, die einer neuen Art des Genusses von Craft Bier und Spirituosen gewidmet ist.

Drei großartige Biere von BrewDog:

Punk IPA (5,6%) ist das Bier, mit dem alles begann. Das würzige, tropische und hopfige Gebräu wurde bei den World Beer Awards als bestes IPA-Bier Großbritanniens ausgezeichnet. Punk AF (0,5%) ist die alkoholfreie Version, mit all der Einstellung und dem Geschmack, aber ohne den Alkohol.

Cosmic Crush Raspberry (4,5%) ist ein saures Ale, das mit wilder Hefe und Himbeeren vergoren und in Rotweinfässern gereift wird. Zum Sortiment von BrewDog OverWorks, das sich wilden Hefen und alternativer Flora widmet, gehört beispielsweise auch Sour City, ein saures IPA.

Roaster Coaster (9%) ist eine neue Zusammenarbeit zwischen BrewDog und Evil Twin Brewing, die diesen Frühling veröffentlicht wurde. Es handelt sich um einen dekadenten und geschmeidigen kaiserlichen Starkkaffee in der Dose, mit ausgeprägten Kaffeenoten, köstlicher Schokolade und Vanille.

Bildmaterial: Malin Norman